Umbauten und Änderungen im Laufe der Jahre:

Auf Grund ständig steigender Transporte von feuergefährlichen und explosiven Gütern, sowie der zunehmenden Personenschiffahrt, mußten die Boote eine umfangreichere Ausrüstung und dadurch bedingt eine größere Tragfähigkeit und Schnelligkeit erhalten. Diese hierzu notwendigen Werte wurden von der Binnenschiffahrtsversuchsanstalt in Duisburg ermittelt. Das erste Boot, welches umgebaut wurde, war FLB Köln. Danach folgte FLB Duisburg.
Am 28.9.1979 wurde das Boot Düsseldorf zur Ruhrorter Schiffswerft (Krupp) überführt, wo die Verlängerung und Modernisierung vorgenommen wurde. Während dieser Zeit wurde das FLB Duisburg an Düsseldorf ausgeliehen. Auf der Werft wurden die Antriebsmotoren und Aggregate überholt. Ein Teil der Rohrleitungen und die gesamte elektrische Anlage wurde auf Grund der Überalterung erneuert. Am 7.3.1980 wurde das FLB Düsseldorf wieder in Dienst genommen.

Daten vor und nach der Verlängerung

  Vor der Verlängerung   Nach der Verlängerung 
Länge:  29,20 m  33,89 
Breite:  6,28 m  6,28 m 
Tiefgang:  1,50 m  1,30 m 
Freibord:  0,71 m  0,91 m 
Verdrängung:  ca. 76 m³  ca. 98 m³ 
Ruderblätter: 
Ruderantrieb:  Hand  hydraulisch 

Seit dem Umbau sind folgende Teile neu:

Alles in allem kann gesagt werden, daß die Modernisierung sich vorteilhaft ausgewirkt hat. Das Boot kommt, durch geringeren Tiefgang, schneller in Gleitfahrt. Die großen elektrischen Tauchpumpen, mit dem Kran in Stellung gebracht, sind schneller und leistungsfähiger als Saugschläuche, welche erst gekuppelt werden müssen. Und oft genug saugt die Pumpe nicht sofort an. Das Beiboot mit 35PS ist schneller und wendiger als früher der Alunachen mit Ruder oder 6PS Außenborder. Auch wird der Anker heute öfters benutzt, weil mit der elektrischen Ankerwinde der Anker schneller eingeholt ist. Nachteilig ist allerdings, daß sich die Sicht für den Rudergänger nach vorn durch den Kran und nach achtern durch die Lüfter der Überdruckanlage verschlechtert hat.

Ende der 80er Jahre wurde es immer deutlicher, daß die alten Henschel Motoren ihre Verschleißgrenze erreicht hatten. Nach langen Untersuchungen, Beratungen und Genehmigungsverfahren wurde das Boot am 18.11.1991 zur Meidericher Schiffswerft überführt um dort die Neumotorisierung durchzuführen.

Dazu wurde an Bb.-Seite ein Stück der Bordwand und des Gangbordes herausgetrennt und die alten Motoren und Fahrgetriebe ausgebaut. Dann wurden für die neuen Motoren und Getriebe die Fundamente und etliche Rohrleitungen umgeändert, und die neuen Motoren und Fahrgetriebe eingebaut. Die Kühlung wurde auch verändert. Jetzt sitzen Tauchkühler im Seekasten. Eine neue Auspuffanlage mit großen Schalldämfern im Stauraum wurde ebenfalls neu eingebaut. Die alten 3-flügeligen Antriebspropeller wurden gegen neue 4-flügelige ausgetauscht, um die höhere Antriebsleistung auch in Geschwindigkeit umzusetzen.

Nach umfangreichen Test- und Erprobungsfahrten wurde das Löschboot Düsseldorf am 18.2.1992 wieder in Dienst genommen. Während dieser Werftliegezeit wurde auch ein neues Tageslichtradar und ein neues Funkgerät Schiff-Schiff ( Kanal 10 ) eingebaut.

Im Laufe des Jahres 1995 gab es mit den Feuerlöschpumpen Probleme, entweder liefen die Lager heiß oder die Pumpen verloren viel Wasser je nachdem wie man die Packungen anzog. Am 15.8.1995 wurde die Bb.-Pumpe ausgebaut und ins Werk zur Überholung gebracht. Dort stellte man fest, daß sämtliche Teile total ausgeschlagen waren. (Die Pumpen liefen 33 Jahre ohne Reparatur). Da die Reparatur erheblich teurer gekommen wäre wie neue Pumpen, wurden 2 neue Pumpen bestellt. Diese wurden im April 1996 eingebaut. Ebenso wurde die Hochdruckpumpe (Schnellangriff) erneuert.

1997 - 2000

Werftaufenthalt 2002/2003

Dezember 2005

Das alte Radargerät wird durch ein neues Gerät mit TFT-Bildschirm und Kartenhinterlegung (Radarpilot 720) ersetzt.

Januar 2006

Ein neuer Suchscheinwerfer wird montiert. Mehr Infos dazu unter "Ausrüstung".

Mai 2008

Neue Monitore: vorne manuell, oben über Fernsteuerung bedienbar.

 

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