23.01.06: Eisflächen auf Teichen und Seen sollten nicht betreten werden
Winterliche Temperaturen locken jetzt so manchen Düsseldorfer - besonders auch Kinder - auf zugefrorene Teiche und Gewässer. Doch das birgt manche Gefahr in sich. Deshalb appelliert die Düsseldorfer Feuerwehr, generell die Verbotsschilder zu beachten. "Alle Bürger sollten in diesen Tagen besondere Vorsicht walten lassen - gefährdet sind aber besonders Kinder", mahnt die für die Feuerwehr zuständige Dezernentin Charlotte Nieß-Mache. Leicht überschätzen Menschen die Tragfähigkeit der jetzt noch viel zu dünnen Eisdecke. Auch wenn in Ufernähe das Eis fest erscheint, kann das ein paar Meter weiter schon ganz anders aussehen, so die Feuerwehr. Bricht das Eis weg, fällt man unweigerlich in das sehr kalte Wasser. Die Folge ist eine lebensgefährliche Unterkühlung. Bereits nach zwei Minuten haben Kinder kaum noch eine Überlebenschance. Erwachsene sollten mit gutem Beispiel voran gehen und die Eisflächen nicht betreten. Eltern sollten ihre Kinder auf die Gefahr hinweisen, die entsteht, wenn sie Eisflächen betreten.
Hinweise zur Rettung:
- 1. Die Hilfe muss schnell, aber überlegt erfolgen.
- 2. Unter Ruf 112 die Feuerwehr alarmieren
- 3. Im Notfall die vom Gartenamt an städtischen Gewässern bereitgestellten Rettungsleitern nutzen. Andernfalls ist eine Eigensicherung durch ein Seil, das von einer zweiten Person gehalten wird, zwingend erforderlich.
- 4. Rund um die Bruchstelle ist das Eis sehr brüchig.
- 5. Das Körpergewicht muss auf eine möglichst große Fläche verteilt werden. Hierzu die Rettungsleitern oder andere Hilfsmittel wie ein Türblatt oder ein Brett verwenden.
- 6. Niemals bis zur Einbruchstelle vordringen. Mit Hilfsmittel den Verunfallten retten (Stöcke, Stangen zusammengerollte Mäntel oder Jacken).
- 7. Niemals in das Wasser eintauchen um Personen zu suchen. Solche Rettungsaktionen sollten der Feuerwehr überlassen werden.
- 8. Nach erfolgter Rettung "Erste Hilfe" leisten und unterkühlte Menschen nach Möglichkeit in einen Raum bringen, Kleidung entfernen und in Decken einhüllen.
Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf (pau)

