22.03.06: Bei Dormagen ist am frühen Mittwochmorgen (22.03.06) ein Frachter mit Aluminiumblöcken an Bord gesunken. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, der Rhein musste aber für fünf Stunden komplett gesperrt werden.

Foto: WDR

Die niederländische "Allegro" war aus Rotterdam gekommen und hatte an der Verladestelle Stürzelberg festgemacht. Morgens um 6 Uhr, so die Wasserschutzpolizei, hatten Arbeiter damit begonnen, die 1.400 Tonnen schwere Ladung zu löschen. Dabei geriet möglicherweise ein Teil der Blöcke ins Rutschen. Die Folge: Der Frachter legte sich schräg und sank. Augenzeugen berichteten, dass Lukendeckel fortgeschwemmt wurden; auch das Auto des Kapitäns, das an Bord stand, versank in den Fluten.

Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt; die fünf Besatzungsmitglieder und drei Arbeiter konnten sich unversehrt an Land retten. Der Rhein musste aber bis zum frühen Nachmittag wegen der treibenden Lukendeckel komplett gesperrt werden. 48 Schiffe mussten deswegen warten, so die Wasserschutzpolizei.

Foto: WDR

Inzwischen fließt der Schiffsverkehr wieder normal; die "Allegro" liegt an der Verladestelle etwas abseits und stellt damit kein Hindernis dar. Wie lange sie unter Wasser bleibt, ist unklar. Die niederländischen Bergungsspezialisten, die angefordert wurden, müssen zunächst die restlichen Aluminiumblöcke heben, was nach Einschätzung der Wasserschutzpolizei relativ zeitaufwändig ist. Das Schiff zu bergen sei dann eher unkompliziert.

Quelle: WDR



Foto: Hans Jazyk (NGZ-Online)

Foto: Hans Jazyk (NGZ-Online)

Foto: Hans Jazyk (NGZ-Online)

Foto: Hans Jazyk (NGZ-Online)

Foto: Hans Jazyk (NGZ-Online)



Video: Mit freundlicher Genehmigung durch WIEBOLD TVnews GmbH

 

nach oben