Samstag, 22.08.09, 12 Uhr, Burgplatz
Rund 150 Einsatzkräfte der Berufs-, Freiwilligen- und Werkfeuerwehr Mannesmann bauten auf dem Burgplatz ihre Einsatzfahrzeuge auf. Diesmal war es jedoch kein Großeinsatz, den es zu bekämpfen gab. Die Feuerwehren in Düsseldorf wollten sich einmal der Bevölkerung hautnah zeigen. Hierzu wurden auf dem gesamten Burgplatz rund 25 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr themenbezogen aufgestellt. Zwischen den Fahrzeugen stellten sich zudem die einzelnen Abteilungen der Feuerwehr an Infoständen den Fragen der Bevölkerung. Über den Tag verteilt kamen bis zirka 17.30 Uhr rund 40.000 Besucher.
Um 12 Uhr eröffnete Herr Oberbürgermeister Elbers die Veranstaltung. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich schon reichlich Besucher auf dem Platz versammelt. Zum Abschluss der Eröffnung versuchten OB Dirk Elbers und Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies selbst einmal ein Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen. Dies gelang ihnen, wie auch zahlreichen Besuchern nach ihnen, problemlos. Viele Menschen nutzten die Möglichkeit selbst einmal ein Feuer zu löschen und waren erstaunt, dass die Bedienung des kleinen, roten Gerätes kein Problem war. Sie haben so die Angst verloren einen Feuerlöscher auch im Ernstfall zu benutzen. Löschtraining war nur ein Punkt des abwechslungsreichen Bühnenprogramms. Im Wechsel konnten die vielen Familien nicht nur zahlreiche Übungen, sondern auch Interviews auf der Bühne verfolgen. Christian Zeelen führte durch das Programm und befragte verschiedene Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen zu Ihrer Arbeit. So wurde nicht nur der Beruf des Feuerwehrmannes auf der Bühne erklärt, sondern auch was passiert, wenn man die 112 wählt und Antworten gegeben, warum man zu Hause einen Rauchmelder hängen haben sollte. Die Feuerwehr- sowie Rettungsassistentenschule stellten ihre Ausbildungsvielfältigkeiten nicht nur auf der Bühne, sondern auch den ganzen Tag am Infostand vor. An andern Ständen konnte sich jeder ein Bild darüber machen, was tagtäglich hinter den Kulissen einer Großfeuerwehr abläuft. Die meisten Menschen wissen nur, dass wenn man die 112 wählt auch Hilfe ankommt. Damit dies überhaupt möglich ist, bedarf es einer erheblichen Hintergrundarbeit. So stellte die Abteilung Technik vor, wie ein Feuerwehrauto gekauft wird und was es an unterschiedlichen Schutzausrüstungen gibt. Auch eine Werkstatt gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Auf dem Burgplatz wurden Geräte geprüft und ein Werkstattanhänger gezeigt. Schließlich sind sie auch in der Lage einen Reparaturdienst an die Einsatzstellen zu schicken. Eine andere Abteilung befasst sich mit der Organisation und Planung der Einsätze. Am Stand konnte ein Einblick gewonnen werden, wie sich die Feuerwehr in Düsseldorf orientiert. Dazu gehören nicht nur Stadtpläne und Navigationssysteme, sondern auch spezielle Pläne zur Orientierung in großen Firmen. Am Stand des vorbeugenden Brandschutzes wurden alle Fragen zu Rauchmeldern, Rettungswegen, Brandschutzerziehung und dem baulichen Brandschutz beantwortet. Die Verwaltung beantwortete alle Fragen rund um die Gebührenordnung. So zum Beispiel, warum gibt es Einsätze, die kostenpflichtig sind und andere, die kostenfrei sind?
Die Freiwillige Feuerwehr zeige mit einer historischen Spritze, wie noch „zu Großvaters Zeiten“ gelöscht wurde. Sie schoben eine große Handspritze Richtung Feuer, warfen die Schläuche aus und mussten das Wasser von Hand zum Brandort pumpen. Im direkten Vergleich wurde im Anschluss ein Feuer nach heutigem Standard gelöscht. Ein simulierter Brand im Rathausgebäude, ließ die hoch technisierten Einsatzfahrzeuge anrücken. Die Drehleiter wurde in Windeseile ausgefahren und ein Mann aus dem Fenster gerettet. Löschtrupps stürmten in voller Montur in das Haus, retteten einen weiteren Mann und löschten das Feuer. Nachdem ein Verletzter aus seinem Auto mit hydraulischen Rettungsgeräten geschnitten wurde, bestaunten die Gäste eine Seilakrobatik. Die Höhenrettungstruppe zeigte am Feuerwehrkran, wie ein Verletzter aus seinem Sicherungsgeschirr befreit und gerettet wurde. An verschiedenen Ständen konnten die Besucher auch einmal selber Hand anlegen. Die Auszubildenden der Rettungsassistentenschule erklärten, wie man einen Menschen wiederbelebt. Weiter konnte man hier seinen Blutzucker und Blutdruck messen lassen. Bei der Feuerwehrschule wurden immer wieder spannende Versuche vorgeführt, nicht zu letzt um den Kindern die Gefahr des Zündelns zu erläutern. Von Kindern belagert waren die Löschfahrzeuge und die Drehleiter. Wenn man auch nicht mit ihr fahren konnte, so wurden die Fahrzeuge von allen Seiten, von Innen und Außen bestiegen. Das Löschboot machte für den Tag an der Altstadt fest. Hier hatten rund 100 Menschen die Möglichkeit sich das Boot anzuschauen. Halbstündlich fand eine Führung für zehn Neugierige statt. Leider konnte nicht mehr Besuchern das Boot gezeigt werden. Interessenten hätte es noch hunderte gegeben.
Wir freuen uns in vier Jahren wieder ein derartiges Fest auf dem Burgplatz zu veranstalten und die Neugier der Menschen unserer Stadt und der Umgebung stillen zu können. Das Wetter hat einen großen Beitrag für diesen Erfolg geleistet.
Quelle: Feuerwehr Düsseldorf (Pressestelle)
