400 Sturmeinsätze

Foto: Feuerwehr Düsseldorf


Sonntag, 28. Februar 2010, nachmittag

Sturmtief "Xynthia" bescherte der Feuerwehr schon im Laufe des Sonntagnachmittags etwa 400 Einsätze. Bis um 18 Uhr waren eine große Zahl davon noch nicht abgearbeitet. Voraussichtlich dauert es bis spät in die Nacht, bis alle wesentlichen Einsätze erledigt sind. Verletzt wurde bisher niemand, aber die Schäden sind beträchtlich.

Schwere Sturmböen ließen Bäume umstürzen, die zum Teil auf Häusern oder Pkw landeten. Dächer wurden zum Teil abgedeckt, Kamine stürzten um und Straßenabsperrungen machten sich selbständig.

Seit 13 Uhr ist die Feuerwehr Düsseldorf im Einsatz, um die Schäden und Gefahren die durch die Orkanböen entstanden sind, zu beseitigen. Zur Unterstützung sind neun Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr und das Technische Hilfswerk mit steigendem Einsatzaufkommen in der Abarbeitung mit eingebunden worden.

Für das weiterlaufende Tagesgeschäft innerhalb der "heißen Zeit" verbuchte der Einsatzleitrechner 8 Feuermeldungen, 50 Rettungsdiensteinsätze und 16 Krankentransporte.


Quelle: Feuerwehr Düsseldorf (Pressestelle)


Ergänzungen ...


Frau von zwei umgestürzten Bäumen für kurze Zeit gefangen

Eine Frau wurde im Hofgarten, im Bereich des Drei-Scheiben-Hochhauses, von zwei ungestürzten Bäumen „gefangen gehalten“, die auf den Weg gefallen waren. Sie selbst wurde nicht verletzt, konnte jedoch den Weg nicht verlassen. Per Handy rief sie die Feuerwehr, die ihr aus der misslichen Lage half.

20 m hohes Gerüst drohte umzustürzen

Ein ca 20 m hohes Gerüst an der Heinrich-Heine-Allee drohte komplett umzustürzen. Zusammen mit der Bauleitung wird es gesichert. Der Einsatz dauert noch an.

Züge fuhren unter brennendem Baum durch

In Düsseldorf-Rath fiel ein ca. 20 m hoher Baum auf die Oberleitung der Bundesbahnstrecke Düsseldorf-Duisburg. Aufgrund der hohen elektrischen Spannung (ca. 10.000 Volt) entzündete sich die Baumkrone und brannte. Die vor Ort eingetroffenen Einsatzkräfte veranlassten unverzüglich die Sperrung der Bahnstrecke. Bis die Sperrung wirksam wurde, fuhren mehrere Züge unter dem brennenden Baum durch und rissen zum Teil brennende Äste mit sich. Schäden an Zügen oder Personen sind nicht bekannt.